„Wi willen en Heimatspill openmaken, dat ji in Backemoor un Holte un de anner Logen bi Winterdag ok maal en mooi oostfreesk Spill sehn könen.“

 

Die Gründung der Theatergruppe geht auf ein klares Votum der ersten Mitgliederversammlung 1948 zurück. Das damalige Protokoll spricht vom „lebhaften Interesse“ der Anwesenden und dem sofortigen Zusammenschluss erster Spieler:innen zu einer Heimatbühne. Werner Davids aus Collinghorst wurde zum Spielleiter ernannt.

Noch im Gründungsjahr führte man das Drama De Diekrichter von Albrecht Janssen auf. Da man von mäßigen Besuchszahlen ausging, wurde das Stück sechszehnmal an acht verschiedenen Orten im Overledingerland präsentiert. Dies trug immens zur Bekanntheitssteigerung des jungen Vereins bei. Doch bereits beim zweiten Stück beschränkte man sich auf weniger Spielorte.

Die Anfangszeit war mit großen Strapazen verbunden. Aufgrund der häufigen Ortswechsel mussten die Kulissen immer wieder auf- und abgebaut werden. Der Transport erfolgte per Pferdefuhrwerk und die Spielerinnen und Spieler folgten auf dem Rad. Die Wintermonate als traditionelle Aufführungszeit taten mit ungünstigen Witterungs- und Straßenverhältnissen ihr Übriges und machten die nächtlichen Fahrten zu einem Abenteuer.

Über die Jahre wechselten die Spielorte. Doch ob in den Hotels Zum Goldenen Anker oder Nanninga, der Realschule oder im Fehn- und Schiffahrtsmuseum – die Premiere eines neuen Stückes fand traditionell immer in Collinghorst statt. Die Gastwirtschaften Diekmann oder Visker beherbergten diese Uraufführungen über lange Zeit.

Ab 1995 beschränkten sich die Aufführungen nur noch auf Collinghorst. Die Aula der Grundschule mit ihrer festinstallierten Bühne wurde zum alleinigen Aufführungsort.

Wechselte die Zusammensetzung der Laienspieler:innen regelmäßig, so war das Amt des Spölbaas Familiensache: 1949 wurde Peter Janssen Spielleiter. Dieser „vererbte“ Leidenschaft und Amt an Sohn Peter, welcher es wiederum an seine Schwester Anita Steenhoff weitergab. Erst deren Tochter Petra Brünnecke sollte diese „Familientradition“ 2022 beenden.

Doch auch sonst gab es keine Nachwuchssorgen. Rund 25 Personen umfasste das Ensemble im Durchschnitt. Von der Schauspielerei über Bühnentechnik und Bühnenbau bis hin zum Catering – die spürbare Leidenschaft der Mitglieder für plattdeutsches Theater zahlte sich aus. Kaum eine Vorstellung, die nicht vor ausverkauftem Haus stattfand. Die Spööldeel des Heimatvereins erfreute sich großer Beliebtheit.

Am 23.08.2021 dann der Schicksalstag – ein Brand vernichtete Bühne und Equipment. Dies war der Todesstoß nach Monaten der pandemiebedingten Zwangspause.

Doch die Gruppe gibt nicht auf! Neue Spielorte und Sponsoren werden gesucht, neues Equipment zusammengetragen und die Weichen für ein Fortbestehen gestellt.

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